Norovirus-Alarm: Ein Toter – 1700 Passagiere in Bordeaux-Quarantäne
Das Kreuzfahrtschiff ‚Ambition‘ der britischen Reederei Ambassador Cruise Line liegt seit Dienstag im Hafen von Bordeaux fest. Französische Gesundheitsbehörden haben nach dem Tod eines 90-jährigen britischen Passagiers eine Quarantäne für alle rund 1.700 Menschen an Bord angeordnet. Etwa 50 weitere Passagiere zeigen Symptome einer mutmaßlichen Magen-Darm-Erkrankung – darunter Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Das Schiff war am 6. Mai von den Shetlandinseln ausgelaufen und sollte von Bordeaux aus weiter nach Spanien fahren. Nun darf es den Hafen nicht verlassen. Die Behörden ordneten sofort Quarantäne an und begannen mit umfangreichen medizinischen Untersuchungen. Zunächst wurde ein Norovirus-Ausbruch vermutet – doch erste Laborergebnisse legen nahe, dass die Erkrankten möglicherweise nicht mit klassischen Noroviren infiziert sind. Auch ein Hantavirus wurde als Ursache vorerst ausgeschlossen.
Noroviren gelten als hochansteckend und verursachen typischerweise schwere Magen-Darm-Beschwerden. Kreuzfahrtschiffe sind besonders anfällig für solche Ausbrüche, da viele Menschen auf engem Raum zusammenleben. Die genaue Ursache des Ausbruchs an Bord der ‚Ambition‘ – einem ehemaligen AIDA-Schiff, das heute von Ambassador Cruise Line betrieben wird – ist derzeit noch ungeklärt. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder müssen an Bord bleiben, bis die Behörden ihre Untersuchungen abgeschlossen haben. Ein Ende der Quarantäne ist bislang nicht absehbar.
Quellen: n-tv.de | t-online.de | br.de | focus.de