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USA fliegen 12. Angriffsnacht auf Iran – Teheran droht mit Vergeltung an Infrastruktur

Foto: Polybert49 / CC-BY-SA
KRISE/WELTGESCHEHEN

Das US-Militär hat in der Nacht zum Donnerstag zum zwölften Mal in Folge Ziele im Iran angegriffen. Nach Angaben des US-Zentralkommandos richteten sich die rund fünfstündigen Angriffe gegen militärische Anlagen, darunter maritime Fähigkeiten, Lager für Raketen und Drohnen, Küstenüberwachungsstationen und Luftabwehrsysteme. Iranische Staatsmedien melden Einschläge nahe den Städten Ahvaz, Ramshir und Andimeshk sowie zwei Tote bei einem Angriff auf die Grenzstadt Shalamcheh zum Irak. Irans Revolutionsgarden erklären, im Gegenzug mehrere US-Militäreinrichtungen in Jordanien getroffen zu haben, darunter Radarsysteme des Raketenabwehrsystems THAAD und eine Patriot-Anlage.

Der Konflikt eskaliert weiter in Richtung ziviler Infrastruktur. Präsident Trump droht, für jeden iranischen Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran zu zerstören. Irans Streitkräfte kündigen an, im Gegenzug regionale Öl-, Gas-, Strom- und Wirtschaftsanlagen ins Visier zu nehmen. Außenminister Abbas Araghchi spricht von einer Doktrin „Auge für Auge“ und warnt vor einer entschlossenen Antwort auf jeden Angriff auf iranische Infrastruktur.

Eine Deeskalation ist derzeit nicht in Sicht. Trump erklärt, der Iran sei noch nicht bereit für eine Einigung, werde es aber „sehr bald“ sein – eine Aussage, die als indirekte Drohung gewertet wird. Solange beide Seiten mit Angriffen auf zivile Infrastruktur drohen, wächst die Gefahr einer weiteren Eskalation in der gesamten Golfregion, während die USA zugleich versuchen, die Kontrolle über die Straße von Hormus zurückzugewinnen und den internationalen Schiffsverkehr wieder zu ermöglichen.

KRISE/WELTGESCHEHEN

Waldbrände in Südeuropa fordern Tote, Zehntausende fliehen

In Italien, Frankreich und Spanien breiten sich derzeit zahlreiche Waldbrände aus, die von extremer Hitze und starkem Wind angetrieben werden. In Frankreich mussten mehr als 10.000 Menschen nahe Bordeaux ihre Campingplätze und Wohnorte verlassen, nachdem ein Feuer bei Saumos binnen kurzer Zeit rund 2.000 Hektar Pinienwald erfasst hat. Auf Sizilien kämpfen etwa 6.000 Einsatzkräfte gegen Dutzende Brände, während in der Region Kalabrien mehr als 160 Feuer registriert wurden – örtliche Behörden vermuten Brandstiftung. Auch in Spanien sind mehrere Gemeinden südwestlich von Madrid evakuiert worden. Bei den Löscharbeiten sind in Frankreich zwei und in Italien ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen.

Die Brandserie reiht sich in eine ohnehin extreme Waldbrandsaison in Europa ein: Nach Daten des europäischen Waldbrand-Informationssystems ist in Spanien seit Jahresbeginn bereits mehr Fläche verbrannt als im langjährigen Durchschnitt eines gesamten Jahres. Der Kontinent hat in diesem Jahr bereits mehrere aufeinanderfolgende Hitzewellen erlebt, die Böden ausgetrocknet und die Vegetation extrem entzündbar gemacht haben. Wissenschaftler verweisen seit Langem darauf, dass der menschengemachte Klimawandel solche Extremwetterlagen wahrscheinlicher, langanhaltender und intensiver macht – eine Einordnung, die sich in der aktuellen Berichterstattung deutlich wiederholt.

Die Behörden in den betroffenen Regionen haben die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen und rufen die Bevölkerung zu strikter Vorsicht auf. Tausende Feuerwehrkräfte, Löschflugzeuge und Fahrzeuge sind weiterhin im Einsatz, während sich die Lage vor allem in Sizilien und Südwestfrankreich als ernst darstellt. Wie lange die Brände noch andauern und welche Schäden an Wäldern, Weinbergen und Siedlungen letztlich zurückbleiben, bleibt angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit vorerst offen.

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Sintflutartige Regenfälle in Assam: Mindestens 41 Tote, Rettungseinsätze laufen

In Indiens nordöstlichem Bundesstaat Assam haben sintflutartige Monsunregen nach Behördenangaben mindestens 41 Menschen das Leben gekostet. Die Behörden führen weiterhin Rettungs- und Hilfseinsätze durch, während zahlreiche Dörfer von den Wassermassen betroffen sind.

Die Flutkatastrophe ist Teil einer größeren regionalen Krise: In Nordost-Indien, Pakistan und Afghanistan sind in dieser Woche insgesamt bereits mindestens 82 Menschen durch die Überschwemmungen gestorben. Assam, durch das der Brahmaputra fließt, einer der größten Flüsse der Welt, ist während der Monsunmonate praktisch jedes Jahr von Hochwasser betroffen. Auch in Pakistan und Afghanistan haben die Fluten erhebliche Schäden an Infrastruktur und Landwirtschaft verursacht.

Indische Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz, um Betroffene zu evakuieren und Hilfsgüter in schwer zugängliche Gebiete zu bringen. Millionen Menschen in Indien sind auf einen stabilen Monsun für Landwirtschaft und Industrie angewiesen, doch Fachleute warnen, dass Klimawandel und zunehmende Verstädterung solche Extremereignisse künftig häufiger und heftiger machen könnten.

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Weitere Meldungen
INTERNATIONAL

Huthi greifen saudische Öltanker an

Die jemenitischen Huthi-Rebellen erklären, im Roten Meer zwei saudische Öltanker beschädigt zu haben und drohen mit einer Seeblockade Saudi-Arabiens. Damit droht neben der von Iran nahezu blockierten Straße von Hormus ein zweiter Engpass für globale Öltransporte. Parallel setzt das US-Militär auf Befehl von Präsident Trump die Angriffe auf Iran fort, bereits die zwölfte Nacht in Folge. Trump droht mit Vergeltung bei weiteren Angriffen auf Schiffe.

KRISE/WELTGESCHEHEN

Tödlicher Anschlag im Süden Thailands

Bei einem Angriff auf einen Kontrollposten in der Provinz Narathiwat im Süden Thailands werden fünf Sicherheitskräfte getötet und mehrere Zivilisten, darunter zwei Kinder, verletzt. Rund zehn bewaffnete Angreifer griffen den Checkpoint mit Militärwaffen und Rohrbomben an und flüchteten anschließend. Die Region gilt seit Jahrzehnten als Zentrum eines separatistischen Aufstands muslimischer Gruppen. Die Behörden haben das Gebiet abgeriegelt und suchen nach den Tätern.

POLITIK

Ermittler durchsuchen Wahlbehörde in Südkorea

Südkoreanische Ermittler haben die Wahlkommission wegen Verdachts auf gefälschte Wahlbeteiligungsdaten bei den Kommunalwahlen im Juni durchsucht. Hintergrund sind Hinweise, dass Mitarbeiter der Behörde absichtlich Daten manipuliert haben könnten, um Pannen bei der Stimmzettelausgabe zu vertuschen. Der Skandal führte bereits zum Rücktritt des Kommissionschefs Roh Tae-ak und zu Protesten, die eine Wahlwiederholung fordern. Die Untersuchung dauert an.

WIRTSCHAFTSPOLITIK

Hyundai verfehlt Gewinnerwartungen im Quartal

Hyundai Motor meldet für das zweite Quartal einen deutlichen Rückgang von Nettogewinn und operativem Gewinn, verursacht durch höhere Rohstoffkosten und Produktionsausfälle nach einem Brand bei einem wichtigen Zulieferer. Die Umsätze legten dennoch leicht zu, gestützt durch starke Verkäufe von Hybridfahrzeugen und einen günstigen Wechselkurs. Analysten hatten mit besseren Zahlen gerechnet, die Aktie reagierte trotz der verfehlten Prognosen mit Kursgewinnen.



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